| tocotroner1985 ( @ 2008-04-11 18:45:00 |
Heute vor 40 Jahren...
wurde Rudi Dutschke von dem Rechtsextremisten Josef Bachmann angeschossen und schwer verwundet. Dutschke starb im Dezember 1979 an den Spätfolgen des Attentats. Dieser Tag könnte mit Fug und Recht, als die Initialzündung für das Ende der Studentenbewegung in Deutschland verstanden werden.
Was trieb Josef Bachmann zu dieser Tat. Sicher ist, die Springer Presse, insbesondere die BILD "Zeitung" haben mit ihrer verleumderischen Hetze voll von Halbwahrheiten und Lügen ihren Teil dazu beigetragen. Man muss sich mal vorstellen, dass auf einer vom Senat der Stadt West-Berlin organisierten Anti-Studenten-Demo, ein Mann der Dutschke ähnlich sah fast todgeprügelt wurde.
Bachmann tötete sich im Gefängnis Berlin-Moabit im Februar 1970 selbst.
Dutschke widerrum, nach dem Attentat langsam und schwerlich des Schreibens wieder mächtig geworden, schrieb Bachmann und vergab ihm:
"[...] Du wolltest mich fertig machen. Aber auch, wenn Du es geschafft hättest, hätten die herrschenden Cliquen von Kiesinger bis zu Springer letztendlich Dich fertig gemacht. [...] Lass dich nicht angreifen, greife die herrschenden Cliquen an. Warum wurdest Du und wirst Du und mit dir die abhängigen Massen des Volkes ausgebeutet, wird deine Phantasie, wird Dir die Möglichkeit Deiner Entwicklung zerstört?
[...] Also schieß nicht auf uns, kämpfe für Dich und Deine Klasse [Bachmann selbst kam aus dem Arbeitermillieu, Anm. d. A.]. Höre auf mit den Selbstmordversuchen, der antiautoritäre Sozialismus steht auch noch für dich da.[...]"
Dutschke hat unzählige Essays, Briefe, Bücher geschrieben. Das ist wohl nur ein mikrobischer Auszug seiner Bibliographie, sagt aber doch eine Menge über den Menschen Rudi Dutschke aus. Wieviele Menschen könnt ihr mir nennen, die einen solchen Brief ein ihren Fast-Mörder schreiben würden und dazu selbigen noch auffordern mit Selbstmordversuchen aufzuhören?

Internationaler Vietnam Kongress 17.-18.2.1968.
Dieses Foto hat etwas magisches. Obwohl es wie Triumph aussieht
zeigt es keinen Triumphator. Es zeigt einen Menschen der eine unglaubliche
Freude ausstrahlt. Freude darüber, dass er weiss was möglicht ist.
Das Foto ist kurz nach seinem Referat
"Die geschichtlichen Bedingungen für den internationalen Emazipationskampf"
entstanden. Links von ihm, Gaston Salvatore, bester Freund und Genosse.
wurde Rudi Dutschke von dem Rechtsextremisten Josef Bachmann angeschossen und schwer verwundet. Dutschke starb im Dezember 1979 an den Spätfolgen des Attentats. Dieser Tag könnte mit Fug und Recht, als die Initialzündung für das Ende der Studentenbewegung in Deutschland verstanden werden.
Was trieb Josef Bachmann zu dieser Tat. Sicher ist, die Springer Presse, insbesondere die BILD "Zeitung" haben mit ihrer verleumderischen Hetze voll von Halbwahrheiten und Lügen ihren Teil dazu beigetragen. Man muss sich mal vorstellen, dass auf einer vom Senat der Stadt West-Berlin organisierten Anti-Studenten-Demo, ein Mann der Dutschke ähnlich sah fast todgeprügelt wurde.
Bachmann tötete sich im Gefängnis Berlin-Moabit im Februar 1970 selbst.
Dutschke widerrum, nach dem Attentat langsam und schwerlich des Schreibens wieder mächtig geworden, schrieb Bachmann und vergab ihm:
"[...] Du wolltest mich fertig machen. Aber auch, wenn Du es geschafft hättest, hätten die herrschenden Cliquen von Kiesinger bis zu Springer letztendlich Dich fertig gemacht. [...] Lass dich nicht angreifen, greife die herrschenden Cliquen an. Warum wurdest Du und wirst Du und mit dir die abhängigen Massen des Volkes ausgebeutet, wird deine Phantasie, wird Dir die Möglichkeit Deiner Entwicklung zerstört?
[...] Also schieß nicht auf uns, kämpfe für Dich und Deine Klasse [Bachmann selbst kam aus dem Arbeitermillieu, Anm. d. A.]. Höre auf mit den Selbstmordversuchen, der antiautoritäre Sozialismus steht auch noch für dich da.[...]"
Dutschke hat unzählige Essays, Briefe, Bücher geschrieben. Das ist wohl nur ein mikrobischer Auszug seiner Bibliographie, sagt aber doch eine Menge über den Menschen Rudi Dutschke aus. Wieviele Menschen könnt ihr mir nennen, die einen solchen Brief ein ihren Fast-Mörder schreiben würden und dazu selbigen noch auffordern mit Selbstmordversuchen aufzuhören?

Internationaler Vietnam Kongress 17.-18.2.1968.
Dieses Foto hat etwas magisches. Obwohl es wie Triumph aussieht
zeigt es keinen Triumphator. Es zeigt einen Menschen der eine unglaubliche
Freude ausstrahlt. Freude darüber, dass er weiss was möglicht ist.
Das Foto ist kurz nach seinem Referat
"Die geschichtlichen Bedingungen für den internationalen Emazipationskampf"
entstanden. Links von ihm, Gaston Salvatore, bester Freund und Genosse.